Vorträge im VHS Ökogarten
Der Ökogarten der Volkshochschule zeigt, wie es geht! Biologisches Gärtnern ohne den Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngestoffen ist möglich, wenn man die notwendigen Kenntnisse von biologischen Zusammenhängen hat. Diese kann man vor Ort in der praktischen Umsetzung erfahren.
So ist ein Schwerpunkt des Biologischen Gärtners die Mischkultur: Verschiedene Gemüsearten fördern oder hemmen sich. Möhren und Zwiebeln, Kohl und Sellerie, Bohnen und Bohnenkraut vertragen sich gut, während Petersilie und Salat sich nicht mögen. Dies liegt insbesondere an den Wurzelausscheidungen, die in den Boden abgegeben werden. Auch die Fruchtfolge, d.h. in welcher zeitlichen Reihenfolge das Beet bepflanzt wird, ist wichtig. So ist es sinnvoll nach Starkzehrern wie Kohl, Tomaten, Sellerie oder Lauch, das nächste Jahr dort Schwachzehrer wie Bohnen oder Erbsen auszusäen. Diese können Stickstoff aus der Luft im Boden durch die Knöllchenbakterien binden und den Boden somit mit Nährstoffen anreichern.
Als wichtigster Düngestoff ist der selbst angesetzte Kompost auch der wertvollste. Neben der richtigen Mischung (Stickstoff-Kohlenstoffverhältnis 1:25) und der luftigen Packung sind der Zerkleinerungsgrad und die Feuchtigkeit von Bedeutung. Im biologischen Gartenbau ist die ganzjährige Bedeckung des Bodens Voraussetzung. Damit bleibt der Boden feucht, Nährstoffe werden durch die Verrottung eingetragen, der Boden bleibt durch das lebendige Gebilde Humus
locker. Der Fachbegriff lautet Mulchen
. Geeignete Mulchmaterialien sind Stroh, Laub, Gemüseabfälle, Rasenschnitt und Kompost.
Was man zur Förderung von Nützlingen alles machen, kann im Ökogarten besichtigt werden. So bietet eine Wildgehölzhecke Unterschlupf für Käfer, Blindschleichen und den Igel. Alle sind Schädlingsvernichter, so stellen Schneckeneier für sie eine willkommene Nahrungsergänzung dar. Nistkästen bieten Vögeln Unterschlupf. In der Brutzeit werden kiloweise Läuse und Milben verfüttert, die von befallenen Gartenpflanzen abgepflückt werden.
Wer es gerne bequem haben will kann sich ein Hochbeet bauen. Die Ökogartenmitglieder haben ein neues Hochbeet aus Pflanzsteinen aufgebaut. Das Beet hat eine Höhe von 80 cm und wird mit grobem Gehölz, Grassoden, Laub, Mist und Gartenerde von unten nach oben gefüllt. Damit keine Wühlmäuse ihre Behausung dort finden, wird der Boden mit Poroton-Lochsteinen ausgelegt.
Schneckenplagen sind die Schreckgespenste der Hobbygärtner. Wie man mit Einwanderungsschranken (Anti-Schneckeneimer) vorbeugen kann, ist ebenfalls im Ökogarten zu sehen. Auch weitere Fragen zur Schädlingsbekämpfung, Düngung mit Jauchen oder zum Baumschnitt können vor Ort gestellt werden. Im Ökogarten (Öffnungszeiten: Samstag von 10:00 bis 12:00 Uhr, ganzjährig) ist genügend Infomaterial vorhanden. Beratungen werden gerne zu den Öffnungszeiten und bei besonderen Terminabsprachen getätigt. Auch Schulen und Kindergärten sind willkommen. Der VHS Ökogarten befindet sich in Fürstenhausen, Gehlheidstraße (Nähe der Schule Hasseleich).
Vorträge und Themen 2012:
07.01.2012 - 10:00 Uhr - Baumschnittkurs (witterungsbedingt)
14.01.2012 - 10:00 Uhr - Baumschnittkurs (witterungsbedingt)
21.01.2012 - 10:00 Uhr - Baumschnittkurs (witterungsbedingt)
28.01.2012 - 10:00 Uhr - Baumschnittkurs (witterungsbedingt)
04.02.2012 - 10:00 Uhr - Baumschnittkurs (witterungsbedingt)
11.02.2012 - 10:00 Uhr - Baumschnittkurs (witterungsbedingt)
18.02.2012 - 10:00 Uhr - Baumschnittkurs (witterungsbedingt)
25.02.2012 - 10:00 Uhr - Baumschnittkurs (witterungsbedingt)
03.03.2012 - 10:00 Uhr - Baumschnittkurs
10.03.2012 - 10:00 Uhr - Baumschnittkurs
17.03.2012 - 10:00 Uhr - Baumschnittkurs
24.03.2012 - 10:00 Uhr - Baumschnittkurs
31.03.2012 - 10:00 Uhr - Vorzüge des Hochbeets und Anlegen einer Kräuterspirale
28.04.2012 - 10:00 Uhr - Schnitt von Ziergehölzen
12.05.2012 - 10:00 Uhr - Beete in Mischkultur anlegen
16.06.2012 - 10:00 Uhr - Biologischer Pflanzenschutz, Ansetzen von Jauchen und deren Verwendung
21.07.2012 - 10:00 Uhr - Schnitt von Beerensträuchern
Leitung der Veranstaltungen: Jürgen Ehlert
Referenten: Jürgen Ehlert, Andreas Mourer













