Krebs ist ein Thema, das viele Menschen bewegt. Oft leise, manchmal mit Unsicherheit oder Ohnmacht verbunden. Gleichzeitig gibt es heute so viele Möglichkeiten wie nie zuvor, durch Vorsorge und frühe Informationen aktiv etwas für die eigene Gesundheit und damit gegen eine Erkrankung zu tun.

Am 4. Februar, dem Weltkrebstag, wird darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig Aufklärung, Vorsorge und Forschung sind. Denn Krebs betrifft nicht nur einzelne Menschen: fast jede Familie kommt im Laufe des Lebens damit in Berührung und ist dadurch unmittelbar mit der Diagnose konfrontiert. Umso wichtiger ist es, gut informiert zu sein und die aktuellen Möglichkeiten zu kennen.

Laut Robert Koch Institut (RKI) erhielten in Deutschland allein im Jahr 2023 mehr als eine halbe Million Menschen erstmals die Diagnose Krebs – davon ein wenig mehr Männer als Frauen. Die häufigsten Krebserkrankungen betreffen die Prostata, die Brust, die Lunge sowie den Dickdarm und machen zusammen etwa die Hälfte aller Neuerkrankungen aus. Auf Grundlage der aktuellen Erkrankungsraten und der statistischen Lebenserwartung erkranken im Laufe ihres Lebens fast jeder zweite Mann und mehr als zwei von fünf Frauen an Krebs. Rund jede sechste Frau und jeder siebte Mann sind bereits vor dem 65. Lebensjahr betroffen.

Der Krebsbericht des RKI zeigt jedoch auch eine positive Entwicklung: In den vergangenen 25 Jahren sind die Sterberaten um 21 Prozent bei Frauen und um 31 Prozent bei Männern gesunken. Die Überlebenschancen für Krebserkrankte haben sich damit deutlich verbessert. Besonders bei Darmkrebs ist ein klarer Rückgang zu verzeichnen. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Früherkennung. Im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramme können bei einer Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr Krebsvorstufen erkannt und entfernt werden, bevor sich ein Tumor entwickelt. Zudem wurde das Mammographie-Screening als Brustkrebs-Vorsorge 2024 auf 75 Jahre erhöht. So wird auch im höheren Lebensalter eine frühe Intervention mit besserer Prognose ermöglicht.

Früherkennung ist Fürsorge – für Dich, für Deine Gesundheit, für Dein Leben

Nutzen Sie Vorsorge- und Früherkennungsangebote

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen u.a. Untersuchungen zur Früherkennung von Brustkrebs, Prostatakrebs, gynäkologischen Tumoren sowie Haut- und Darmkrebs. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können entscheidend dazu beitragen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und die Heilungschancen deutlich zu verbessern.

Das Universitätsmedizinische Zentrum für Tumorerkrankungen des Saarlandes (UTS) bietet umfassende Informationen zu Krebsvorsorge, Früherkennung, modernen Therapien und Selbsthilfeangeboten für Interessierte, Betroffene und Angehörige. Das nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte größte Onkologische Zentrum im Saarland veranstaltet auch in diesem Jahr wieder eine kostenlose und fortlaufende Informationsreihe, welche durch die Deutsche Krebshilfe gefördert wird. Die Reihe beginnt am 26. März mit einem Informationsabend des Viszeralonkologischen Zentrums. Eine Teilnahme ist sowohl vor Ort im Homburg als auch online möglich. Weitere Informationen sowie das vollständige Jahresprogramm finden Sie unter: www.uks.eu/uts

Weiterführende Informationen

Robert-Koch-Institut, (2026). Krebs in Deutschland für 2021 – 2023. Robert-Koch-Institut (RKI).
https://doi.org/10.25646/13129

World Cancer Day. (n.d.). Official website of World Cancer Day by UICC | 4 February.
https://www.worldcancerday.org/

Aktuelle Veranstaltungen des UTS in Homburg: www.uks.eu/uts

Eine Übersicht über die Krebsfrüherkennungsprogramme

Frauen Männer
Gynäkologische Untersuchung der äußeren und inneren Geschlechtsorgane ab 20, jährlich
Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung (Abstrich) ab 20 bis 34, jährlich (Pap-Abstrich)
ab 35, alle 3 Jahre (Pap-Abstrich und HPV-Test)
ColAbtasten der Brüste und Achselhöhlen ab 30 jährlich
Hautkrebsscreening ab 35, alle zwei Jahre ab 35, alle zwei Jahre
Urologische Untersuchung der Geschlechtsorgane, Prostata und Lymphknoten der Leistengegend ab 45, jährlich
Darmspiegelung (einmalige Wiederholung nach 10 Jahren)
oder
Stuhltest (alle 2 Jahre)
ab 50 ab 50
Mammographie-Screening ab 50 bis 75, alle 2 Jahre
Jährliche Untersuchung zur Lungenkrebsfrüherkennung (Niedrigdosis-CT) (ab April 2026) ab 50 bis 75, jährlich für aktive und ehemalig starke Raucherinnen ab 50 bis 75, jährlich für aktive und ehemalig starke Raucherinnen

Universitätsmedizinisches Zentrum für Tumorerkrankungen des Saarlandes
DKG - Krebsgesellschaft